Selbstfürsorge nach narzisstischem Missbrauch – wie steht es um deine Gesundheit?

Ausgesaugt und ausgelaugt – so beschreiben Menschen das Gefühl zu ihrem körperlichen und seelischen Zustand, wenn sie es geschafft haben, eine narzisstische Beziehung hinter sich zu lassen. Die meisten fühlen sich krank und schlapp, laufen regelrecht auf „Notstrom“. Ja, narzisstischer Missbrauch laugt aus und die Trennungsphasen mit narzisstischen Expartnern bringen den ganzen Missbrauch von mehr oder weniger Jahren noch mal zu einem absoluten Höhepunkt. Manche brechen erst mal zusammen. Selbstfürsorge – ein Begriff, der für die meisten Betroffenen fremd ist. Weiterlesen ›

Schuldzuweisungen – das ist alles deine Schuld!

Ich behaupte ja, dass Menschen grundsätzlich bequem sind und wenn sich die Möglichkeit ergibt, einem anderen Menschen die Schuld für das in die Schuhe zu schieben, was man selbst verbockt hat, dann neigt der Mensch dazu, das auch zu nutzen. Das macht einen Menschen noch lange nicht zum Narzissten. Mit guter Kommunikation und der richtigen Beziehungsarbeit – beidseitiger Beziehungsarbeit – kann man solche Unarten aber im Keim ersticken. WENN man einen „gesunden“ Partner neben sich hat. Zehn Jahre später kann man drüber lachen. Bei einem Narzissten allerdings handelt es sich nicht um eine „Unart“, anderen Menschen die Schuld für ihr eigenes Versagen zu geben, sondern um eine Lebensstrategie, die sie so verinnerlicht haben, dass sich da auch der beste Kommunikationsprofi irgendwann geschlagen gibt.

Du bist schuld“ als Lebenskonzept

Das ist herrlich bequem. Der andere ist daran schuld, wenn der Wagen kaputt geht, die Miete nicht abgebucht wurde oder der Kredit platzt. Der andere ist schuld, wenn die Beziehung in die Brüche geht. Wenn er unglücklich in der Beziehung ist. Und eigentlich auch im Wetter, am zweiten Weltkrieg und daran, dass Herr Narz oder Frau Narzisse eine schlechte Kindheit hatten. Es gehört zum Lebenskonzept von Narzissten, niemals die Verantwortung für irgendwas auf sich zu nehmen. Das würde ja das grandiose Bild zerstören, das sie von sich selbst haben, aber vor allem das, was andere haben sollen. Es braucht ein bisschen Mut, die Verantwortung für sich selbst und sein Handeln zu übernehmen. Dieser Mut fehlt Narzissten gänzlich. Nichts ist für sie so schlimm wie das Gefühl, andere Menschen könnten feststellen, dass sie in ihm/ihr auch nur einen Menschen vor sich haben. Menschen machen Fehler, Narzissten natürlich nicht. Wenn du mit einem Narzissten zusammen bist, trägst du für alles die Schuld, was bei euch schiefgeht. Was bei ihm schiefgeht. Und was bei ihm schon schiefgegangen ist als du ihn noch nicht kanntest – daran trägt dann der letzte Partner oder die letzte Partnerin die Schuld, die Eltern, die Arbeitgeber, die Freunde oder alle möglichen anderen Leute. Ein Narzisst wird sich niemals hinstellen und sagen: „Da hab ich was ganz gründlich versaut.“ Weiterlesen ›

Toxische Beziehungen? – Nein, danke! Ich lieb mich jetzt selbst

Von Gastbloggerin Quintilia

Vorbemerkungen

Als „Überlebende“ von toxischen Beziehungen habe ich mich auf den Weg gemacht, meine Eigenanteile aufzuarbeiten und entdeckte dank qualifizierter therapeutischer Begleitung einen Zusammenhang zu „meinen“ Depressionen. 

Wie bei vielen anderen Betroffenen gibt es auch bei mir die alles entscheidende erste „toxische Beziehung“ in meinem Leben und das ist die zu meiner Mutter. Ihre Unfähigkeit, mir das Gefühl zu geben, willkommen und geliebt zu sein, prägte leider mein gesamtes Leben.

Ich fühlte mich von meiner Mutter nicht geliebt, nein, noch weniger: Ich fühlte mich nicht willkommen, sondern oft wie eine Last, allein durch mein Da-Sein. Obwohl ich ein angepasstes, liebes Kind war, hatte ich oft den Eindruck, meine Mutter sei böse auf mich und könne mich nicht leiden.

Natürlich kann man sich das als Kind nicht erklären. ich macht doch nichts falsch!? Oder etwa doch? Irgendetwas musste ich doch falsch machen, dass sie immer so genervt und ablehnend wirkte.

Und weil ich nichts erkennen konnte, das ich falsch machte, blieb mir unbewusst nur die Erkenntnis, an mir müsse irgendetwas grundlegend falsch sein!

Das tat so unendlich weh, dass ich – wie ich rückblickend jetzt weiß – schon als Kind depressiv war.

Von zweierlei war mein ganzes Leben dadurch geprägt:

Einerseits durch die Suche nach diesem „Falschen“ an mir, das schrecklich groß sein musste und ich war dazu allzu bereit, auch nur die geringste Schwäche an mir als riesengroßen Makel bzw. Defekt zu sehen; Andererseits durch das Bemühen, meine Mutter – oder ersatzweise irgendjemanden sonst – von meiner LiebensWÜRDIGkeit zu überzeugen.

Welche Folgen hatte diese erste toxische Beziehung für mein Leben?

Als Pädagogin weiß ich (heute):

Jedes Kind braucht für seine Entwicklung die bedingungslose Liebe der Mutter. (Da es mir – gerade durch die persönlichen Erfahrungen so wichtig ist – werde ich auf diesem Blog dem Label „Erziehung“ später Beachtung schenken!)

Wenn ein Kind keine Mutterliebe spüren kann, kann es auch keine Selbstliebe entwickeln, die das Fundament für ein gesundes Selbstwertgefühl ist, wie ich kürzlich gelesen habe.

Und so war das auch bei mir!

Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstliebe – Was ist das eigentlich?

Selbstvertrauen…

ist etwas, was ich wenigstens teilweise immer hatte:

Es ist für meine Begriffe das Bewusstsein, sich auf eigene Kompetenzen verlassen zu können. Gottlob durfte ich immer wieder im Leben die Erfahrung machen: „Hey, dies oder jenes kannst du aber (gut)!“ Oder: „Super, das ist dir wirklich gut gelungen!“ Solche Erfolgserlebnisse hatte ich zum Beispiel in der Schule, im Studium oder später im Beruf.

Allerdings waren das oft Dinge aus dem Bereich „Leistung“, was leider zu einem weiteren toxischen Glaubenssatz in mir führte:

Du bist (nur) dann etwas wert, wenn du Leistung bringst!

Und schon sind wir zwangsläufig beim Begriff….

Selbstwert:

Man kann nämlich durchaus in manchen Bereichen Selbstvertrauen haben und doch kein Selbstwertgefühl! Das war zeitlebens mein Grundproblem!

Selbstwertgefühl interpretiere ich persönlich als die tief empfundene Gewissheit:

„Ich bin wertvoll!

Oder aber auch: „Ich bin etwas wert! Ich bin nicht wertlos!“

Wesentlich anspruchsloser formuliert: „Ich genüge!“

Da ein fehlendes Selbstwertgefühl zeitlebens mein Grundproblem war und ich empfinde, dass Selbstwertgefühl und Selbstliebe ganz eng einher gehen, möchte ich dabei noch bleiben und mich intensiver damit auseinandersetzen.

Leider ist es nämlich in unserer Gesellschaft grundsätzlich so, dass wir offenbar erst etwas leisten müssen, beziehungsweise uns durch etwas auszeichnen müssen, bevor wir als „wertvoll“ empfunden werden und uns auch selbst so empfinden dürfen:

Wir müssen anscheinend dem geltenden Zeitgeist entsprechend erst schön, schlank, begehrenswert, klug, „cool“, sportlich, erfolgreich, charmant, nützlich…. SEIN um einen Wert beigemessen zu bekommen. Diese willkürliche Liste ließe sich natürlich unendlich fortsetzen. Und genau das ist meiner Meinung nach die Fehlannahme, die große Missinterpretation des Begriffs.

Denn Selbstwert heißt, dass jeder einzelne Mensch einen Wert in sich selbst hat, und zwar ohne etwas (Besonderes) sein oder tun zu müssen. Der Wert eines Menschen wird ihm nicht von anderen gegeben und kann ihm daher auch nicht von jemandem genommen werden. Er ist nicht an Bedingungen geknüpft und von nichts abhängig. Jeder Mensch ist wertvoll von Beginn seiner Existenz an – allein durch sich selbst und in sich selbst.

Insofern ist es auch völlig unwichtig, ob dich jemand liebt oder als liebensWERT empfindet, denn das bist du als Mensch von Geburt an. Dafür musst du nichts Besonderes tun, nichts leisten, nichts Besonderes sein!

Es ist mir in diesem Zusammenhang ein Herzensanliegen zu betonen, dass dieses Menschenbild ein zutiefst Christliches ist!

Wie schade ist es und wie fatal, dass diese zutiefst liebevolle Botschaft immer mehr in Vergessenheit bzw. „aus der Mode“ gerät!

Selbstliebe….

ist für mein Empfinden eine riesige Herausforderung, ein ganz großer Anspruch! Liebe ist an sich ein großes Wort. Es kommt mir bist heute oft ziemlich arrogant, überheblich und narzisstisch vor, mich selbst zu lieben.

Aber vielleicht hat man schon ganz viel erreicht, wenn man sich erst einmal selbst akzeptieren und dann mögen kann?

Kann man Selbstliebe lernen?

Was gehört dazu? Für mich waren das zweierlei Dinge:

Zum einen die Aussöhnung mit den Schwächen, die ich wie jeder Mensch auch habe. Ich habe versucht, nachsichtiger mit mir zu sein und mit meinen leidlichen Fehlern Frieden zu schließen. Niemand ist perfekt, ich bin es auch nicht – und das ist gut so!

Das muss ja nicht gleich heißen, dass man nun seine Macken glorifiziert und pflegt! Das wäre das andere Extrem. Natürlich darf und soll man liebevoll (!!!) weiter an sich arbeiten und in manchen Bereichen kann das sicherlich auch ratsam sein.

Ich vergleiche das gerne mit einer liebevollen Mutter, die ich mir nun selber bin: Eine liebevolle Mutter liebt ihr Kind nicht weniger, weil es Schwächen hat und Fehler macht. Sie liebt es trotz seiner Fehler und Schwächen. Das heißt aber nicht, dass sie blind alles gutheißt und unterstützt, was ihr Kind so tut. Sie erzieht liebevoll, aber konsequent, nicht obwohl sie liebt, sondern WEIL sie liebt. Auch das scheint aber nicht mehr grundsätzlich dem Zeitgeist zu entsprechen!

Zum anderen übe ich mich täglich darin, meine Stärken als solche zu erkennen und den Fokus mehr auf das zu richten, was ich wirklich gut kann als auf das, was ich weniger gut kann. Ich bemühe mich jeden Tag mehr auf das zu schauen, was ich schaffe, statt auf das, was ich nicht schaffe. Heute liege ich abends im Bett und rufe mir bewusst meine kleinen „Erfolge“ des Tages in Erinnerung. Es gelingt mir immer besser und ich kann mich jetzt schon viel eher darüber freuen. Früher war das umgekehrt: Ich konnte nicht einschlafen, weil ich ständig mit mir haderte, was ich wieder alles nicht geschafft hatte!

Noch vor wenigen Monaten gab mir meine Therapeutin den Auftrag, ich solle bis zur nächsten Sitzung all das aufschreiben, was ich an mir gut finde oder was ich an mir mag. Zwei Wochen lang fiel mir nichts, aber auch gar nichts dazu ein! Und wenn mir etwas einfiel, dann sperrte sich alles in mir, das aufzuschreiben, weil es mir so arrogant und überheblich vorkam, mich selbst zu „beweihräuchern“.

Was hier geholfen hat, waren die „Honigduschen“ wirklich guter Freunde, die ich dazu befragt hatte.

Und der Zusammenhang zu toxischen Beziehungen?

„Grundsätzlich haben Menschen, die sich selbst keinen großen Wert beimessen, immer das Gefühl, sie müssten ganz viel dafür tun, um die Menschen, die sie lieben, in ihrem Leben zu halten. Alleine daraus entstehen die furchtbarsten Schicksale.“

… schreibt Monika Celik in ihrem hilfreichen Buch „Kaltes Herz“, das ich allen Betroffenen, die noch in toxischen Beziehungen stecken, sehr empfehlen kann.

Genauso habe ich es auch erlebt:

Weil ich mir selbst keinen Wert beimessen konnte, weil ich mich selbst nicht als liebenswert empfand und mich so sehr nach Liebe sehnte, war ich nur allzu bereit, mir diesen Wert von anderen geben zu lassen und einen immens hohen Preis dafür zu bezahlen!

Wenn man sich selbst keinen Wert beimisst, dann ist man sehr in Gefahr, anderen recht unkritisch einen deutlich höheren Wert als sich selbst beizumessen. Wenn man eigene Bedürfnisse nicht so ernst nimmt und gelernt hat, sie hintenan zu stellen, dann hat man wirklich ein Problem, wenn man auf jemanden trifft, dem es nur um die eigenen Bedürfnisse geht. Schnell gerät man dann bei einem toxischen Partner in eine Abwärtsspirale aus Ausbeutung, Überforderung und absoluter Missachtung jeglicher Grenzen.

Bei dem tief empfundenen Wunsch, endlich einmal für jemanden wertvoll zu sein und von jemandem wirklich geliebt zu werden, fällt man zurück auf alte Glaubenssätze wie etwa den, dass man dafür viel leisten oder gar leiden muss. Dann tanzt  man den altvertrauten Tanz aus seiner Kindheit und opfert sich selbst auf.

Nur wenn man sich selbst respektiert, wird man sich zur Wehr setzen, wenn andere einen respektlos behandeln.

Nur wenn man wirklich begriffen hat, dass der eigene Wert nicht von der Meinung anderer abhängig ist, wird man sich davon nicht abgewertet fühlen.

Nur wenn man sich selbst liebt, ist man nicht mehr abhängig von der Liebe anderer Menschen. Man genügt sich selbst und ist nicht „unvollständig“, nur weil man keinen Partner hat. Dann ist Beziehung ein Plus, Ein Sahnehäubchen extra oben drauf, aber keine Notwendigkeit, von der das Lebensglück abhängt und wofür man sich aufopfern muss.

Ich übe mich daher gerne weiter in Sachen „Selbstliebe“. Dabei habe ich Geduld mit mir, denn der Weg dahin ist lang. Doch auch Schritt für Schritt kommt man voran:

Besonders hilfreich dabei ist für mich auch der Austausch in „unserer“ FB-Selbsthilfegruppe „Narzisstischen Missbrauch überwinden“.

Ihr habt diesen Beitrag als hilfreich empfunden? Dann freue ich mich übers Weiterempfehlen und Teilen. Herzlichen Dank dafür.

Bis bald
Eure Quintilia

 

 

Warum wir uns eher in die Falschen statt die Richtigen verlieben

Ein Artikel von Gastbloggerin Quintilia

Wie viele andere, die sich zeitlebens immer wieder in die falschen Partner verliebt haben, seien es nun „ganz normale“, aber eben unpassende oder gar ausgesprochene Narzissten oder Psychopathen, habe ich mir schon oft die Frage nach dem Warum gestellt. Ihr auch?

Tanzt du wie ich den altvertrauten Tanz?

Wie viele andere, die sich zeitlebens immer wieder in die falschen Partner verliebt haben, seien es nun „ganz normale“, aber eben unpassende oder gar ausgesprochene Narzissten oder Psychopathen, habe ich mir schon oft die Frage nach dem Warum gestellt. Ihr auch?

Warum habe ich mich so oft in Männer verliebt, die einfach nicht zu mir passten, mit denen eine harmonische Beziehung auf Augenhöhe einfach nicht gelingen wollte, mit denen sich keine gemeinsame Basis für eine dauerhafte Zukunft finden ließ?

Warum waren so viele „schwierige“ Persönlichkeiten dabei, so viele unnahbare, bindungsängstliche, bindungsunfähige, kalte bis regelrecht toxische?

Warum haben mich diese Männer angezogen (bzw. ich sie)? Gab es denn in den vielen Jahren wirklich keine „Normalos“ unter den Interessenten? Waren da wirklich keine, mit denen sich meine spießbürgerlichen Träume von einem Leben zu zweit (dritt, viert….) im gemeinsamen Zuhause hätten verwirklichen lassen? Weiterlesen ›

Von Dirty John und anderen Psychopathen

Narzissmus und Psychopathie goes Netflix … erscheint es uns nur so, weil der Blick inzwischen für die Thematik geschärft ist? Oder ist es Zufall, dass im Moment brandaktuelle Serien auftauchen, durch welche  Zuschauer sich Einblick in diese Themen verschaffen können? Mit den Serien „Dirty John“ und „You – du wirst mich lieben“ zeigt Netflix Psychopathen, Soziopathen und damit auch das Thema Narzissmus und greift damit wohl den Ball auf, der nicht mehr zu übersehen ist. Denn die Stimmen der Opfer häufen sich und werden lauter. Das ist gut so, denn es kann gar nicht genug Aufklärung geben. 

Bücher, Blogs und mehr

Betroffene, die verstanden haben, mit was für einer Störung sie zu tun hatten, möchten nicht ungehört bleiben. Sie schreiben Blogs. Sie schreiben Bücher. Sie produzieren Youtube-Videos. Betroffene bleiben immer betroffen, daher ist der Begriff „ehemalige Betroffene“, den auch ich für mich schon verwendet habe, eigentlich gar nicht korrekt. Wir haben all diese Dinge erlebt, wurden benutzt, ausgenutzt, ruiniert, krank gemacht, und ja, davon haben wir was für den Rest unseres Lebens. Natürlich gelingt es vielen, wieder zu sich zu finden, gesund zu werden, viele können sogar irgendwann wieder eine Beziehung eingehen und achten darin dann auf Augenhöhe und von Anfang an darauf, keine „Red Flags“ zu übersehen. Denn es gibt immer Anzeichen, es gibt immer Gemeinsamkeiten, es gibt immer so was wie einen roten Faden, der sich lehrbuchmäßig und unter Berücksichtigung individueller Begebenheiten von Anfang bis Ende einer Beziehung durchzieht. Und sogar nach dem Ende einer Beziehung verhalten Menschen mit Cluster B Störungen sich noch typisch und vorhersehbar. Der eine mehr, der andere weniger. Das Thema beschäftigt die Menschen und das ist gut so: Nur durch Information und Austausch können Betroffene für ihre eigene Heilung sorgen und lernen, solche kranke Persönlichkeiten nie wieder in ihr Leben zu lassen. Betroffene sind traumatisiert. Und es werden immer mehr, was möglicherweise auch daran liegt, dass die Informationstiefe sich verändert hat und sie sich deswegen heute eher wagen, darüber zu sprechen als noch vor 20 Jahren. Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Themen auch nachhaltig beim Film ankommen. Und mal ganz ehrlich, der pure Narzissmus, lassen wir mal die Psychopathie und Soziopathie außen vor, hat uns auch nicht selten bereits köstlich amüsiert. Oder wie war das mit den „Desperate Housewives“ oder „ Two and a half man“, um nur 2 Serien zu nennen, die zwar schon älter sind, aber eine große Fangemeinde haben – immer noch. Amüsieren konnte uns das deswegen, weil hier narzisstische Techniken gezeigt wurden, die Personen aber dennoch liebenswert waren und niemandem schaden wollten. Ganz im Gegensatz zu „Gone Girl“, einem Film, in dem man sich mal ein Bild darüber machen kann, zu welchen Mitteln Psychopathen (die immer auch narzisstisch sind!) greifen, um ihre Ziele zu verwirklichen. In diesem Film läuft es aber mal anders herum: Der Täter ist hier die Frau. Weiterlesen ›

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Toxische Partner: Trennungstipps aus persönlicher Erfahrung

Ein Beitrag von Gastbloggerin „Quintilia“ 

Die Trennung von einem „Psycho“ ist womöglich das emotional Schwierigste, was du in deinem Leben jemals zu bewältigen hattest und mit einer „normalen“ Trennung überhaupt nicht zu vergleichen. Für mich war es auf jeden Fall so.

Warum die Trennung von einem toxischen Partner so schwer fällt

In einem anderen Beitrag zum Thema, warum wir uns aus toxischen Beziehungen nicht gut trennen können, habe ich mich schon einmal mit dieser Frage auseinandergesetzt. Das liegt meiner Meinung nach nicht nur an der „schwierigen“ Persönlichkeitsstruktur deines Partners, sondern vor allem auch an deiner eigenen: Du bist abhängig wie ein schwer Suchtkranker und hast nun einen kalten Entzug vor dir! Welche Tipps kann ich dir nun aus meiner Erfahrung geben? Weiterlesen ›

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Wie ich den Kampf um die Liebe meiner Mutter aufgegeben habe

Ein Artikel von Gastbloggerin Quintilia

Habe ich ein „inneres Kind“?

Die Debatte um das „innere Kind“ scheint in aller Munde zu sein – besonders bei all denjenigen, welche die aktuellen Probleme ihres Erwachsenenalters zurückführen auf eine Kindheit, die sie in irgendeinem Maße als problematisch empfanden. Kein Wunder also, dass Stephanie Stahls Buch „Das innere Kind muss Heimat finden“ ein Dauerseller ist.

Wenn wir nur dieses „innere Kind“ heilen, dann können wir uns problemlos auch abwenden von den negativen Erfahrungen in unserer frühen Biographie, alte Glaubenssätze auflösen, früh erlernte und lang gebrauchte Verhaltensmuster endlich abstreifen und schließlich frei von alledem glücklich werden? Weiterlesen ›

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Warum bleibst du im Gefängnis, obwohl die Tür weit offen steht?

Ein Gastartikel von „Quintilia“ 

Wenn du wie ich auf dem Land lebst, weißt du das vielleicht: Wenn ein Stall brennt, haben die Helfer enorme Mühe damit, die Tiere aus den brennenden Stallgebäuden zu treiben, und zwar deshalb, weil diese sich mit allen Kräften dagegen sträuben! Gelingt es doch mit einem erheblichen Kraftaufwand, ein solches völlig verängstigtes Tier aus der Gefahrenzone zu manövrieren, hat man anschließend erhebliche Probleme, es am Zurücklaufen in den brennenden Stall zu hindern. Wie kommt das? Erkennen die Tiere die Gefahr nicht? Doch, das tun sie! Angst vor Feuer ist ihnen angeboren und natürlich nehmen sie auch die Hitze, den Geruch nach Rauch, die bedrohlichen Geräusche durch einstürzende Balken usw. wahr. Sie haben Todesangst und rennen doch direkt in ihren sicheren Tod zurück. Warum?

Weil der Tod ihre gewohnte Umgebung ist. Sie kennen ihn in- und auswendig und fühlen sich dort „zuhause“, auch wenn man als Mensch beim Anblick von Ställen durchaus seine Zweifel haben darf, wie ein Tier sich darin wohlfühlen könnte (aber letzteres ist ein anderes Thema – ich schweife ab!) Weiterlesen ›

Toxische Beziehungen: Warum lieben wir zu sehr?

Ein Artikel von Gastbloggerin Quintilia

Man kann niemals den anderen ändern, sondern immer nur sich selbst. Sei es, um sich erst einmal in die Lage zu versetzen, sich trennen zu können. Sei es, um nicht noch einmal in eine ähnlich destruktive Beziehung zu kommen.

Daher halte ich es für viel gewinnbringender, sich intensiv mit der eigenen Rolle, dem eigenen Anteil in und an einer toxischen Beziehung auseinanderzusetzen, statt über die Diagnose und/oder Beweggründe des Egoisten / Narzissten / Psychopathen / Beziehungsängstlers…. nachzugrübeln.

Jeder andere würde sich vermutlich längst getrennt haben, während „wir“ nicht fähig sind loszulassen, obwohl wir bereits einen immensen Leidensdruck verspüren und unser Verstand sehr wohl weiß: „Das tut mir nicht (mehr) gut! Es ist besser, das zu beenden!“

Diese erschreckende Diskrepanz zwischen dem Wissen einerseits und dem Gefühl von persönlichem Unvermögen andererseits ist es doch, was uns ab einem gewissen Zeitpunkt völlig in die persönliche Hölle treibt: Der eigene Verstand ist nicht mehr Herr über das „Herz“. Doch warum ist das so? Weiterlesen ›

Von Harmoniesucht, Narzissmus und Co-Abhängigkeit

Harmoniesüchtige Menschen sind sich oft gar nicht darüber bewusst, wie wütend ihr Verhalten ihre Mitmenschen machen kann. Sie lächeln doch immer, sind doch immer freundlich und nett, tun keiner Fliege was zuleide und provozieren auch nie Streit. Sie engagieren sich für Friede, Freude, Eierkuchen. Aber niemals für sich selbst, niemals für ihre Beziehung, niemals für ein besseres Miteinander. Harmoniesucht ist äußerst schwierig, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Harmoniesüchtige Menschen sind nicht in der Lage, Konflikte anzusprechen oder zu lösen.

Ein herrlich friedliches Miteinander

Menschen müssen sich in ihrem Leben den unterschiedlichsten Herausforderungen stellen und der Umgang mit anderen Menschen, die Konflikte, die es Tag für Tag zu lösen gibt, all das kann an den Kräften zehren. Umso schöner für einen Menschen, der von seinem Leben und den darin befindlichen Mitmenschen gebeutelt ist, wenn er/ sie auf ein Harmoniesüchtel trifft. Harmoniesüchtige Menschen gibt es unter Frauen wie unter Männern und wahrscheinlich sogar ähnlich anteilig. Herrlich, nach einem stressigen Tag einen wunderbaren, erholsamen und freundlich ablaufenden Abend zu verbringen. Wunderbar, wenn es jemanden gibt, der Dinge einfach schweigend wieder in Ordnung bringt. Die Badewanne ausspült, weil man selbst es vergessen hat. Das Essen pünktlich auf den Tisch stellt. Den Müll einfach mal rausträgt, der eigentlich unsere Aufgabe gewesen wäre. Man stelle sich vor, es geraten zwei harmoniesüchtige Menschen aneinander. Was für ein friedliches Leben, in dem doch jeder immer Rücksicht auf den anderen nimmt. In dem unnötiges Gemecker keinen Platz hat. Ein Leben voller Liebe, Lächeln und Sonnenschein. Weit gefehlt! Weiterlesen ›

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